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Grillwissen von Profis

Grilltipps & Rezepte
für echte Genießer

Von der richtigen Temperatur bis zum perfekten Pulled Pork – unsere Expertentipps helfen Ihnen, das Beste aus Ihrem Grill herauszuholen. Egal ob Einsteiger oder Profi.

Grundlagen Einsteiger 15 Min. Vorbereitung

Die richtige Temperatur – der Schlüssel zum Erfolg

Die Temperatur ist das A und O beim Grillen. Heizen Sie Ihren Gasgrill mindestens 10–15 Minuten mit geschlossenem Deckel vor. Für Steaks empfehlen wir 250–300°C (direkte Hitze), für Geflügel 180–200°C (indirekte Hitze), und für Fisch reichen 160–180°C. Ein Deckelthermometer allein reicht oft nicht aus – investieren Sie in ein digitales Einstechthermometer für punktgenaue Ergebnisse. Die Zwei-Zonen-Methode (eine Seite heiß, eine Seite kühl) gibt Ihnen maximale Kontrolle: Scharf anbraten auf der heißen Seite, dann auf der kühlen Seite sanft zu Ende garen.

Profi-Tipp

Halten Sie die Hand 5 cm über den Rost: Können Sie nur 2 Sekunden aushalten? Perfekt für Steaks. 4–5 Sekunden? Ideal für Geflügel und Gemüse.

Fleisch Fortgeschritten 45 Min. (inkl. Ruhezeit)

Das perfekte Steak – von Rare bis Well Done

Ein perfektes Steak beginnt schon vor dem Grill: Nehmen Sie das Fleisch 30–45 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank, damit es Raumtemperatur erreicht. Tupfen Sie es mit Küchenpapier trocken – Feuchtigkeit verhindert die Maillard-Reaktion (die leckere Kruste). Würzen Sie großzügig mit grobem Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer. Legen Sie das Steak auf den heißen Rost und widerstehen Sie dem Drang, es ständig zu wenden – einmal reicht! Für ein perfektes Medium-Rare: 2–3 Minuten pro Seite bei 250°C, Kerntemperatur 54°C. Das Wichtigste: Lassen Sie das Steak nach dem Grillen 5 Minuten auf einem warmen Teller ruhen – so verteilt sich der Saft gleichmäßig.

Profi-Tipp

Die Fingerdruckprobe: Drücken Sie mit dem Zeigefinger auf das Steak. Fühlt es sich an wie Ihr Daumenballen bei entspannter Hand? Dann ist es Rare. Wie bei leicht angespannter Hand? Medium. Fest? Well Done.

Fisch Fortgeschritten 30 Min.

Fisch & Meeresfrüchte vom Grill

Fisch auf dem Grill ist eine Königsdisziplin – aber mit den richtigen Tricks gelingt es jedem. Das Wichtigste: Der Rost muss sauber und gut eingeölt sein. Verwenden Sie ein hitzebeständiges Öl (Rapsöl oder Sonnenblumenöl) und tragen Sie es mit einem Küchenpapier auf den heißen Rost auf. Lachs gelingt perfekt auf einer Zedernholzplanke – wässern Sie diese vorher mindestens 2 Stunden. Ganze Fische grillen Sie am besten in einer Fischzange, so lassen sie sich mühelos wenden. Garnelen und Scampi auf Spieße stecken und nur 2–3 Minuten pro Seite grillen – sobald sie rosa werden, sind sie fertig. Übergaren ist der häufigste Fehler bei Fisch!

Profi-Tipp

Legen Sie eine Zitronenscheibe zwischen Fisch und Rost – der Fisch klebt nicht an und bekommt ein feines Zitrusaroma.

Vegetarisch Einsteiger 20 Min.

Gemüse & vegetarische Highlights vom Grill

Gegrilltes Gemüse ist weit mehr als nur eine Beilage – es kann der Star auf dem Teller sein. Paprika, Zucchini, Auberginen und Maiskolben sind die Klassiker, aber probieren Sie auch mal Romanesco, Süßkartoffeln oder gegrillten Blumenkohl als ganzes Stück. Schneiden Sie das Gemüse in gleichmäßige Stücke (ca. 1,5 cm dick), marinieren Sie es mit gutem Olivenöl, Knoblauch und frischen Kräutern. Grillkörbe sind perfekt für kleineres Gemüse wie Champignons oder Kirschtomaten. Unser Geheimtipp: Gegrillte Avocado-Hälften mit Limettensaft, Chiliflocken und einem Klecks Crème fraîche – ein absolutes Geschmackserlebnis!

Profi-Tipp

Marinieren Sie Gemüse nie mit Salz vor dem Grillen – es zieht Wasser und das Gemüse wird matschig. Salzen Sie erst nach dem Grillen.

BBQ Profi 8–12 Stunden

Low & Slow – Pulled Pork wie vom Pitmaster

Pulled Pork ist die Königsklasse des BBQ und braucht vor allem eines: Geduld. Verwenden Sie Schweineschulter (Boston Butt) – das marmorierte Fleisch wird beim langen Garen butterzart. Am Vorabend großzügig mit einem Rub aus braunem Zucker, Paprika, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Kreuzkümmel und schwarzem Pfeffer einreiben und über Nacht im Kühlschrank marinieren. Am Grilltag: Indirekt bei 110–120°C grillen, mit Räucherchips (Hickory oder Apfel) für das authentische Raucharoma. Rechnen Sie mit 1,5 Stunden pro Kilogramm. Bei einer Kerntemperatur von 93°C ist das Fleisch perfekt – es lässt sich dann mühelos mit zwei Gabeln zerrupfen. Dazu passt eine fruchtige BBQ-Sauce und Coleslaw.

Profi-Tipp

Die 'Stall-Phase' bei ca. 70°C Kerntemperatur ist normal – das Fleisch schwitzt und kühlt sich selbst. Nicht die Temperatur erhöhen! Einfach Geduld haben oder in Alufolie wickeln (Texas Crutch).

Grundlagen Einsteiger Lesedauer 3 Min.

Holzkohle vs. Gas – der ewige Vergleich

Die Gretchenfrage unter Grillern: Holzkohle oder Gas? Holzkohle liefert das unverwechselbare Raucharoma und kann Temperaturen über 350°C erreichen – perfekt für die ultimative Steak-Kruste. Dafür braucht sie 20–30 Minuten zum Durchglühen und die Temperaturkontrolle erfordert Übung. Gasgrills punkten mit sofortigem Start, präziser Temperaturregelung per Drehknopf und einfacher Reinigung. Moderne Gasgrills mit Sear-Burnern erreichen ebenfalls extreme Temperaturen. Unser Tipp für das Beste aus beiden Welten: Verwenden Sie Räucherchips oder eine Räucherbox auf dem Gasgrill – so bekommen Sie das Raucharoma ohne den Aufwand der Holzkohle.

Profi-Tipp

Für Einsteiger empfehlen wir einen Gasgrill – die Lernkurve ist flacher und die Ergebnisse sind schneller reproduzierbar. Holzkohle-Fans lieben dagegen das Ritual und den einzigartigen Geschmack.

Rezepte Fortgeschritten 5 Min. Backzeit

Pizza vom Grill – besser als beim Italiener

Mit einem Pizzaofen oder einem Pizzastein auf dem Grill zaubern Sie Pizza, die jede Pizzeria alt aussehen lässt. Der Schlüssel ist die Hitze: Mindestens 350°C, besser 400°C+. Heizen Sie den Pizzastein mindestens 30 Minuten vor. Der Teig sollte mindestens 24 Stunden im Kühlschrank gehen – das entwickelt den Geschmack und macht ihn elastisch. Belegen Sie sparsam (weniger ist mehr!) und schieben Sie die Pizza mit einer bemehlten Pizzaschaufel auf den heißen Stein. Nach 60–90 Sekunden drehen, nach insgesamt 2–4 Minuten ist sie fertig: Knuspriger Boden, saftig oben, mit den typischen Leopardenflecken am Rand.

Profi-Tipp

Verwenden Sie Tipo-00-Mehl für den Teig und San-Marzano-Tomaten für die Sauce. Mozzarella erst in den letzten 60 Sekunden auflegen, damit er schmilzt aber nicht verbrennt.

Grundlagen Einsteiger 10 Min. + Einwirkzeit

Marinaden & Rubs – Geschmack auf dem nächsten Level

Eine gute Marinade oder ein Rub kann ein einfaches Stück Fleisch in ein Geschmackserlebnis verwandeln. Marinaden bestehen aus drei Komponenten: Säure (Zitrus, Essig, Wein), Öl und Gewürze. Die Säure macht das Fleisch zart, das Öl transportiert die Aromen. Marinieren Sie Geflügel 2–4 Stunden, Schwein 4–8 Stunden, Rind maximal 12 Stunden – zu lange und die Säure macht das Fleisch mürbe. Rubs (trockene Gewürzmischungen) sind perfekt für Steaks und BBQ: Sie bilden beim Grillen eine aromatische Kruste. Unser BERMAR-Allround-Rub: 2 EL Paprika, 1 EL brauner Zucker, 1 EL Knoblauchpulver, 1 TL Cayenne, Salz und Pfeffer.

Profi-Tipp

Marinieren Sie immer im Kühlschrank, nie bei Raumtemperatur. Und: Tupfen Sie mariniertes Fleisch vor dem Grillen leicht trocken – so bekommen Sie eine bessere Kruste.

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